Vom Alltag

Vom Alltag

 

Du strahlst, die Energie spüre ich förmlich durch jede Pore in mich hinein strömen, mit deiner unendlichen Kraft dringst du in das kleine Etwas hinein, welches sich meine Seele schimpft. Wo hast du gesteckt, so lang verborgen geblieben vor mir, sodass ich dich schon fast vergaß.. Das Spiel der Schatten, wie sie ständig alles bewegen, was sonst nur trist und unveränderlich ist. Plötzlich scheint überall Leben zu sein, ich kann es sehen und spüren und riechen. Umgeben von allen Farben dieser Welt genieße ich den Moment, schwebe empor und lasse mich schwerelos wieder fallen wie ein Blatt vom Wind ergriffen und ihm unendlich hingegeben. Perfekt in dieses Bild passt der nicht vorhandene Aufprall. Doch mit unendlich großer Kraft bleibt er doch nicht aus. Aus der Schwerelosigkeit zurück, noch benommen von der Schönheit und der Macht des eben so intensiv durchlebten Moments, spüre ich den Boden wieder, schmerzhaft. Es ist der Haken den ich in meinem Hang zum Masochismus krampfhaft suche, der mir jetzt seine düstere Grimasse zeigt, grausam kontrastierend zum grellen Strahlen welches mich zuvor durchdrang. Kein fröhliches Spiel der Schatten mehr, sondern düster getarnt als Mensch tritt er hervor, der Haken, der sich Realität oder auch Alltag nennt. Auch ihn hatte ich völlig verdrängt; desto lauter schallt sein Gelächter, desto kälter legt er sich über mich und lässt kaum noch Spalt für das Licht.

 

Soviel Freude, Liebe, Sonne und Wärme und doch nur ein Mensch. Ein Mensch mit einem Anderen. Mit jedem Tag einen Schritt aus ihrer kleinen in die große Welt. So ists und wars schon immer und ändern wird es sich nie. 

 

 

 

 

 

 

 

11.5.09 20:44

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