Klar

Klar

 

Unergründlich, auch wenn eigentlich so klar, trittst du mir immer und immer wieder entgegen. Wieder einen kleinen Schritt taste ich mich heran, fühle mich ja grad so sicher, scheine den Weg schemenhaft nun endlich erahnen zu können, der mir heut Nacht doch noch so klar erschien. Wieder das Schreien im Kopf, stumme Hilfeschreie, nur einen Tipp, einen kleinen nur, doch nur dieses verspielte, wissende Lächeln, nein, wieder nur Interpretationen ohne Sicherheit, eben einfach dein Lächeln, welches du mir zeigst. Glaubst du ich kann danach greifen? Nun doch der Schritt, feige war ich nie, tausendmal durchspielt. Ihn nun endlich wagen, diesen einen von vielen, die mich nicht weiterbrachten. Ich wage ihn, und da, als ich ihn schon tu, spüre ich, ich habe was ich wollte, nun endlich. Es erfüllt sich mit dem Schritt mein größter Wunsch. Nun kann ich sehen, meine Augen sind geöffnet, nun durchschaue ich. Unendliche Freude, Erleichterung, Tränen des Glücks zerreißen mich in tausend Stücke, bleiben sie doch unerbittlich und gnadenlos aus. Oh ja, der Schritt zurück, so nah liegt er doch, doch bin ich wie gefesselt. Da sehe ich es, das Lächeln, keine Versuche der Deutung mehr, keine Spekulation und kein falscher Optimismus mehr, nur Klarheit, die Transparenz die ich suchte, als Eigenschaft eines gleißenden Sonnestrahls im Spalt einer sich öffnenden Tür. Ja, es ist soweit, nun endlich springt sie tatsächlich auf, und mit einem Knall wieder zu zum Abschied. Denn nichts mehr ist verborgen, die Magie einmal mehr zerstört. 

11.5.09 20:45

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